Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   1.06.17 21:02
    Wielang hast Du Dich auf
   11.06.17 14:53
    Bin auf neue Einträge ge
   19.06.17 21:02
    Wie überwindet man als L
   2.09.17 15:18
    Bfhuwe fwbihfwei wbfeihf
   2.09.17 15:24
    Uhwefwi ufhweifhw wnfjwe
   21.09.17 15:36
    Diese Nachricht wird hie

http://myblog.de/rennschneckchen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Menschliche Bowlingkugel

Im Bootcamp traf ich auf gleichgesinnte Läufer. Der ein oder andere hatte zwar noch nie an einem Wettkampf teilgenommen, aber man unterhielt sich einfach über diverse Läufe, die man vielleicht mal als Gruppe laufen könnte.

Lisa schlug X-Lethics vor. Ein Lauf über 15km mit Hindernissen.  Da hatte dann tatsächlich einige Lust drauf. Ich dachte mir nur: Gemeinsam in der Gruppe? Warum nicht? Also meldeten wir uns zusammen als Team an.

Es hieß dann allerdings erstaml nach Bad Hönnigen zu kommen. Fünf Läufer trafen sich am Trainingsplatz um zusammen zu fahren. Darunter auch meine Wenigkeit.  Zu fünft quetschten wir uns dann in einen Mini Cooper und machten uns auf den Weg. War schon irgendwie lustig, wir scherzten, machten Fotos und waren doch froh, als wir am Veranstaltungsort ankamen.

In kleinen Gruppen kam zuerst ein Warm Up, bevor wir auf die Strecke durften. Und da ging es erstmal bergauf. Das war noch das Harmloseste. Doch wo es rauf geht, muss man ja irgendwann wieder runter. Tja und es ging steil bergab. Ich lies die Hand von Lisa los, die dicht hinter mir lief und sagte noch zu ihr, sie solle bitte nicht stürzen. Genau in diesem Moment riss es mir selbst die Füße weg. Ich überschlug mich, griff neben ins rotweiße Absperrband, versuchte mich verzweifelt an Wurzeln und Grashalmen festzuhalten. Ich hatte keine Chance. Ich kugelte den gesamten Hang hinunter. Sah aus den Augenwickeln, wie sich die Helfer bereitstellten um mich abzufangen, denn hinter ihnen ging es den nächsten Hang runter und da sollte ich nicht hin. Irgendwie schaffte ich es auf dem letzten Meter doch noch die Bremse zu finden und landete wieder auf den Füßen. Mein Team war da noch nicht mal bei der Hälfte angekommen. Ich sortierte mich und meine Knochen, gab zur Auskunft, dass es mir gut gehe und ich weiter laufen könne. Dann standen meine Freunde hinter mir. Teilweise kreifebleich. Sie hatten einen ordentlichen Schreck bekommen und waren nun besorgt. Ich wiederholte nur was ich schon den Helfern gesagt hatte.

Also liefen wir weiter. Das nächste Hindernis war für andere zu kalt, für mich eine Wohltat. Plastikbottische mit Eis, durch die man durchrobben musste. Herrlich. Ich badete regelrecht hin. Die Schürfwunden hatte ich dann doch war genommen und das Eis kühlte die Schmerzen erst mal runter.

Schlammhindernisse, Hangelbrücken, Mauern, Sackhüpfen, Berg rauf, Berg runter.  Auf den 15km war einiges geboten. Langsam taten mir dann doch die Knochen weh. Ich wollte nur noch ins Ziel. Doch die gemeinsten kamen am Schluss. Ich war am Ende meiner Kräfte, die Schmerzen hatten mir ziemlich zugesetzt. Mit letzter Kraft unter tatkräftiger Unterstützung der anderen schaffte ich noch die letzte Mauer. Noch nie hatt ich mich so auf eine Dusche gefreut.

Da wurde dann das ganze Ausmaß erstmals deutlich. Das rechte Knie war dick geschwollen, Blutergüsse und Schürfwunden über den ganzen Körper verteilt. Es würde eine Weile dauern, bis alles abgeheilt war. Vorläufig hatte ich die Schnauze voll und schwor mir, nie wieder an solch einem Lauf teilzunehmen. Aber als Läufer soll man ja vorsichtig mit solchen Aussagen sein

 

 

15.6.17 02:09


Guter Rutsch ins neue Jahr...

... ach neee, doch nicht.

Ich hielt an meiner Einstellung fest, Sommers wie Winters fahr ich mit dem Rennrad zur Arbeit und zum Bootcamp. Egal ob Regen oder Schnee, ob Sonne oder oder oder.

Den Vorsatz konnte ich gut halten. Den ersten Schneefall meisterte ich mit Bravour ohne mich auf die Nase zu legen. Ich wurde lediglich patschenass als es taute und die Autofahrer ihren Spaß dabei hatten, mich zu "duschen".

Weihnachten kam, ich musste arbeiten und fuhr mit dem Rennrad. Kopfschütteln in der ganzen Familie. Die hielt damals schon meine Idee mit dem Laufen für einen Scherz, hätte nie geglaubt, dass die einstmal so faule Nuss tatsächlich mal einen Marathon läuft.  Dass ich jetzt aber auch noch Rennrad fuhr und mir das Wetter dabei wurscht war, hielt sie nun für komplett bescheuert. Immer wieder stand mein Ex- Mann vor mir (zu dem Zeitpunkt waren wir noch zusammen) und versuchte mich davon abzuhalten im Winter Rad zu fahren. Was sollte schon passieren?, gab ich ihm zur Antwort.

Tja das neue Jahr kam. 2015. Man wünschte sich einen guten Rutsch ins neue Jahr und seit einer dämlichen Erfahrung aus der Kindheit, bitte ich immer alle Leute genau das mir nicht zu wünschen.  Prinzipiell hauts mich dann nämlich immer hin.

03.Januar 2015. Tagschicht. ein früher kalter Morgen. Das Rennrad leise und brav auf die Straße geschleppt, vorsichtig mit den Füßen über die Straße getastet. Nö glatt ist es nicht, also los. Wir wohnten damals am Feld und bei uns war es immer als erstes glatt, darauf verließ ich mich an jenem Morgen. Ein böser Fehler. Weit kam ich nicht. An der Kreuzung im Ort kam mir schon ein Auto quer entgegen. Hoppla, dachte ich noch, was hat der denn? Dann lag ich auch schon. Das Rad flog über die Straße, ich rutschte hinterher. Die einzig glatte Stelle auf der gesamten Strecke und ich hatte sie voll erwischt. Typisch für Rennradfahrer, hab auch ich erstmal nach meinem Rad geschaut. Das hatte die Aktion unbeschadet überstanden. Ich war ohne Klicks an diesem Morgen gefahren und war sehr froh darüber. Ich fahr heute noch im Winter ohne, damit nicht schlimmeres passiert. Denn wie es aussieht, wenn man im Sturz nicht mehr rechtzeitig ausklicken kann, hab ich mittlerweile auch schon erleben dürfen. Und dann erklär mal als Frau einem Arzt, was passiert ist. Man sieht dann gerne aus wie ein Vergewaltigungsopfer

Ich fuhr weiter zur Arbeit, merkte etwas den linken Oberschenkel. Da die Hose aber heil geblieben war, machte ich mir keine Gedanken darüber. Bis ich mich im Geschäft umzog. Der linke Oberschenkel hatte sich blauschwarz verfärbt und blutete. Oha, nett, war mein erster Gedanke und dann: Scheiße, das war ja ein Wegeunfall!. Okay erstmal nichts dem Chef sagen. Tja verheimlichen ging genau 2 Stunden, denn dann waren die Schmerzen doch heftig geworden. Zähneknirschend betrat ich das Büro meines Schichtführers. Der fiel vor Lachen fast vom Stuhl, schickte mich dann aber zu Ambulanz. Der dort behandelnde Arzt hob die Augenbraue, fing dann an zu zetern, warum ich bei dem Wetter nicht mit dem Auto gefahren war. Meine Antwort kam prombt:" Ich hab keins." Dummes Gesicht war seine Antwort. Mit verpflastertem Oberschenkel ging es zurück an die Arbeit. Gut gerummst hatte es, aber deswegen das Rad in den Keller stellen. Ähm nö, jetzt erst recht

12.6.17 11:35


OBC

... steht für Original Bootcamp.

Nachdem ich Max beim Frauenlauf in Mannheim kennen lernen durfte und ich schon davor meine Fühler nach einem Training der etwas anderen Art Ausschau gehalten hatte, hatte ich mich also zu einem Early Bird Bootcamp bei Max in Mannheim angemeldet.

Es war ein nasskalter dunkler Oktobermorgen, als ich mich am Sportplatz einfand. OBC heißt Training im Freien, mit dem eigenen Körpergewicht, aber auch mit Kettlebell, Kurzhanteln, Koordinationsleitern etc. Bei jedem Wetter.

Es gesellte sich noch eine zweite Dame zu mir, heute sind Lisa und ich sehr  gut befreundet und trainieren auch außerhalb des Bootcamps gemeinsam. Dame Nummer 3 brachte Max selbst mit. Verwundert über das Rennrad, dass ich im Schlepptau hatte, erklärte ich ihm, dass das mein Alltagsfahrzeug sei und ich gar kein Auto mehr habe, weil ich alle Wege mit dem Rad fuhr. Er grinste und dachte wohl an den kommenden Winter. Ich grinste und dachte, warts ab.

Die erste Trainingseinheit war zwar zum kennen lernen, aber sie hatte es in sich. Powern war angesagt, Gas geben, aber auch Spaß haben und den hatte ich. Kälte und Regen und dass wir eigentlich 6Uhr morgens hatten, waren schnell vergessen. Danach dachte ich nur: geil, das macht richtig Spaß. Da freute ich mich, dass ich das komplette Camp gebucht hatte. Für 8Wochen und 16Einheiten war ich jetzt ein Bootie. Es sollte dabei bleiben  

12.6.17 11:16


Bensheim der 2.

... ja Laufen kann weh tun.

Halbmarathon, ein Sonntag Morgen in Bensheim. Mal wieder allein auf der Strecke. Keine Begleitung dabei. Nur die Musik auf den Ohren. Ich laufe ungern ohne Motivationsmusik, nur wenn die Technik versagt, wird drauf verzichtet. Aber sehr ungern, das muss ich zugeben. An der Musik, mach ich Tempo und Atmung fest. Hat bislang prima funktioniert.

Die Strecke in Bensheim war geändert worden. zum Vorteil für de Läufer, zum Nachteil für die Zuschauer, denn jetzt kamen wir nicht mehr 4x an ihnen vorbeigetrabt, sondern nur noch zweimal. Es schien die Sonne, ich war fit, voller Power und freute mich schon richtig. Unter 2Stunden dachte ich, das wäre schön.

Mit solchen Wünschen bin ich seitdem vorsichtig, sie verleiten einen dazu zu viel zu wollen und zu viel Gas zu geben. Genau das tat ich. Dummer Fehler, den ich bitter büßen musste. Hatte ich nicht selbst meiner Schwester versucht einzubleuen, dass man am Start noch langsam machen sollte. Alle guten Ratschläge die ich ihr selbst erteilt hatte, hatte ich in den Wind geschossen. Ich gab Gas, machte Tempo. Bis Km 15. Dann haute es mich fast um, die Lunge machte zu, dann die Muskeln. ich war viel zu schnell unterwegs gewesen. Seitenstechen nahm mir die Luft. Also Arme hoch und langsam weitergehen. An der letzten Verpflegungsstation hielt ich sogar an. Mist, dachte ich, noch drei Kilometer. Egal, dann geh und lauf los, wenn es wieder geht.

Die letzten anderthalb Kilometer konnte ich tatsächlich nochmal loslaufen. Da blieb ich dann aber in dem Tempo, dass mein Körper eigentlich gewöhnt war. Das Ergebnis: Statt die Zeit unterboten zu haben, war ich deutlich langsamer gewesen. Ich war sauer auf mich selbst. Naja, dachte ich, wenigstens hast du es geschafft. Aber glücklich war ich defintiv nicht. Beim nächsten Mal, so schwor ich mir, machst du es wieder besser.

Das Nachspiel kam zwei Tage später bei der Arbeit, ich hatte mir beim Laufen auch noch die Rückenmuskulatur versaut. Ja das geht tatsächlich. Gott sei Dank, verfügt mein Arbeitgeber über eine eigene Ambulanz. Der behandelnde Arzt an diesem Tag ist selbst Läufer. Da war ich in besten Händen. Hübsch eingecremt und mit Schmerzmitteln versehen schickte er mich erstmal in Trainingspause.  Daran hielt ich mich auch, denn ich wollte ja schnell wieder fit sein und weiterlaufen

 

12.6.17 11:05


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung