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Regenwetter

Ich liebe Regen beim Laufen und beim Radfahren. Das hat einen ganz einfachen Grund: Man ist hauptsächlich allein unterwegs und muss nicht noch groß auf andere aufpassen.

Es ist so: Bei gutem Wetter, angenehmen Temperaturen sind viele Leute auf den Straßen, den Rad und Waldwegen unterwegs. Schon beim Laufen nervte es mich früh, wenn ich ständig auf Hunde oder kleine Kinder aufpassen musste, damit ich nicht auf die Schnauze fallen. Ich hab nichts gegen Hunde, bin selbst Hundbesitzerin, aber ich mag trotzdem nicht von jedem Vierbeiner angesprungen werden. NEtweder ist das Tier so groß, dass es einen gleich umhaut oder aber es rennt einem ungeschickt zwischen die Beine, dass man deshalb stürzt.

Früh merkte ich, dass es besser ist bei Regen, Kälte oder Schnee laufen zu gehen. Leere Wege und absolute Ruhe. Herrlich. Als ich dann aufs Rennrad stieg, war mein erster Gedanke an einem warmen Frühlingtag: Oh Gott, was ist denn hier los? Ich war nur noch am bremsen, anhalten und wieder losfahren. Immer ein Auge auf Hunde und Kinder zu haben, da weder Besitzer noch Eltern es tun. Das ein ums andere Mal hatte ich plötzlich einen Knirps mit Dreirad oder eine ewig lange Hundeleine im Weg. Bremsen, ausweichen und Stürzen gehört für mich jeden Sommer dazu. Immer wieder hilft nur noch in Jan- ullrich- Manier in den Acker zu fahren um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Sobald aber die ersten Regentropfen vom Himmel fallen, der Wind kräftiger wird oder es mal eben unter 0°C hat sind die Wege leer. Man hat Platz, kann auch mal Gas geben und auch mal die Fahrt und die Natur drum herum genießen.

Am härtesten sind mittlerweile wirklich die Eltern.  Entweder ist der Nachwuchs vor oder hinter ihnen. Sind sie selbst auf dem Rad oder gar Inlinern unterwegs sind sie meist ziemlich mit sich selbst beschäftigt. Da noch ein Kind mit zu koordinieren funktioniert nur bedingt. Kinder mit Dreirädern oder noch ganz frisch auf dem Zweirad wechseln so schnell von links nach recht oder bremsen apprupt ab, dass es schon an ein Wunder grenzt, dass ich noch keins über den Haufen gefahren hab.

Den größten Hammer hat sich mal eine Mutter mit Spross erlaubt. Ich war auf dem Weg zur Arbeit, als sie mir mit ihrem Knirps entgegen kam. Der Kleine voraus, ca.3-4 Jahre alt. Noch recht wackelig auf seinem Zweirad unterwegs. Ich sah zur Mutter. Die war selbst auf dem Rad unterwegs. Doch statt nach ihrem Junior zu gucken, tippte sie munter auf ihrem Handy rum.  Das Ende vom Lied war: Junior wollte mir noch ausweichen und legte sich dabei auf die Nase, sie sah ihr eigenes Kind zu spät, krachte ins Kinderrad und stürzte. Ich schüttel immer noch den Kopf darüber. Für so etwas hab ich kein Verständnis.

19.6.17 03:34


Ohne Plan

Als ich anfing zu Laufen orientierte ich mich zunächst noch an Laufplänen mit den Angaben Gehen-Laufen-Gehen-Laufen. Gut das funktionierte am Anfang, das mag auch langfristig für Leute mit einem normalen Arbeitsalltag funktionieren, nicht aber für Schichtarbeiter wie mich.

Ich laufe seit meinem ersten Halbmarathon eigentlich nur noch ohne Plan. Kein morgen 10km, übermorgen 20km und in 3 Tagen wieder 10km Gerenne. Ich laufe wann ich Zeit und Lust hab. Manchmal auch eine Woche einfach gar nicht. Dazu mach ich ja noch ne Menge anderen Sprot außen rum. Lediglich eine Vorgabe hab ich seit jeher: In der Woche vor einem Marathon wird nicht mehr gelaufen. Da werden die Füße und die Gelenke geschont. Wirklich viele lange Dauerläufe über 25-30km hab ich bisher auch nicht gemacht. Körperlich bedingt, ist es auch nicht ratsam für mich. meine Beine, Knie und Füße wären bzw. sind schnell überbelastet. Kurz gesagt: Die Füßchen sind zu zart für die Kampfkugel. Und ich muss nichts provozieren.

Ich hab, bevor ich mit dem Laufen anfing, überhaupt keinen Sport gemacht.  Wenn ich drann denke, wie ich vor 5Jahren größenwahnsinnig sagte, 2013 lauf ich Halbmarathon.  Heute lache ich drüber. Damals konnte ich gerade mal 8km am Stück durchlaufen. Heute krieg ich immerhin 50km fertig.

Aber darauf bin ich stolz. Ich laufe zwar ohne Plan, trainiere wie und wann es mir passt, aber ich hab Spaß dabei und das ist für mich das allerwichtigste  

19.6.17 03:17


Music is the key

Musik macht für mich beim Laufen viel aus. Sie ist für mich Motivation, Taktgeber und aufpasser. Meine Playlists sind an meine Läufe angepasst.

Laufe ich lockere 10km ist die Musik entweder auf Tempo oder auf Spaß ausgelegt.

Laufe ich Halbmarathon, Marathon oder lange Dauerläufer ist es ein buntes Potpourri. Da sind am Anfang dann Songs für ein ruhigeres Tempo dran, zwischendurch dann die Powermucke zum Gasgeben. Dann sind Songs dabei, die dann wieder runterbremsen. Songs zum Motivieren, Songs die mich abhalten aufzugeben.

Manchmal kann man mich dabei beobachten, wie ich lautlos mitsinge. Dabei verändert sich meine Atmung. Ich mache das gerne bei Dauerläufen oder langen Wettkämpfen an den Stellen, an denen es für mich sehr anstrengend wird. Zum  einem um mich abzulenken, zum motivieren oder um über die tiefere Atmung wieder mehr Sauerstoff in den Körper zu bekommen. Das erste mal, dass es so sehr gut funktioniert, fand ich im Fitnessstudio auf dem Laufband raus. Seit dem ist es so drin.

Musik nutze ich nicht nur beim Laufen. Ich nutze sie für Tabata und HIIT. Beim Krafttraining hat es den netten Placeboeffekt, dass ich mehr packe.  Lediglich auf dem Rennrad verzichte ich gerne drauf. Wenn ich nachts fahre okay, da weiß ich, dass kaum jemand unterwegs ist. Aber tagsüber möchte ich meine Ohren lieber beim Verkehr haben.

Hin und wieder laufe ich aber auch ohne Musik. Zum Beispiel, wenn die Technik versagt. Komischerweise immer sehr gerne bei Marathon-Wettbewerben. Entweder das Handy oder die Kopfhörer oder beides.

 Gerne aber auch an einem frühen Morgen. Nur ich, die Vögel, das Kreischen der Krähen, der Takt meiner Füße, meine Atmung, das sind dann gemütliche Dauerläufe, gerne im Frühjahr oder im Herbst, wenn du Luft morgens kalt ist, man seinen eigenen Atem sieht und gerade die Sonne hinter den Bergen aufgeht. Das hat für mich was meditatives. Dann bin ich ganz bei mir, ruhig und entspannt, obwohl ich laufe. Das tut mir gut und deshalb mache ich es auch gerne

19.6.17 03:07


Wings for Life...

... wird die 15 fallen?

Ein zweites Mal fand ich mich in Darmstadt ein. Wieder hieß es laufen für die, die es nicht können. Mein Ziel hieß ganz klar, ich muss es über die 15km schaffen.

Dieses mal waren viel mehr Läufer da. Es war viel mehr durch die Medien gegangen, als im Jahr davor. Es wurde eng in der Startbox.

Der Schuss ertönte. Er wurde von Samuel Koch abgegeben, der bei der Sendung Wetten Dass? schwer verletzt wurde und seitdem im Rollstuhl sitzt.  Ich trabte an, machte mir den Weg frei. Laufen, laufen, laufen hämmerte es in meinem Kopf. Das Ziel klar vor Augen. Es ging vorbei an schönen Grünflächen, über gute Straßenbeläge, raus in Richtung Felder, unter Brücken durch und immer weiter. Überall standen Leute, viel mehr Zuschauer. Ja der Wings for Life war publik geworden.

Das mir bekannte klingeln der Fahrräder ertönte bei Kilometer 14. Nein nein nein, fluchte ich innerlich und gab Gas. Ich wollte doch mehr als 15km gelaufen sein, bevor das Catchercar mich einholen würde. Da tauchte die 15km- Beschilderung auf, das Auto dicht an meinen Fersen. Würde es reichen? Ich gab nochmal alles, rannte als würde es um mein Leben gehen. Dann flog die 15 an mir vorbei, ich ließ nach. Ein kurzes Hupen, ein freundliches Winken, ich hatte es geschafft. "Mein" Rennen war vorbei. Und es wurden 15,23km. Jawohl, ich freute mich wie blöd. Ich hatte mein Ziel erreicht.

Zu Hause sah ich mir wieder den Rest an und freute mich für Florian Neuschwander, der in Deutschland fast 80km weit gekommen war. 80km, für mich eine Wahnsinnsdistanz, von der ich nur zu träumen wagte. Irgendwann, schwor ich mir, läufts du auch mal so weit  

 

15.6.17 02:22


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