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Weiter, höher, Gelita

Der große Tag war gekommen. Mein erster Trail-Lauf stand an. Gelita, 42,195km 1800Höhenmeter.

Ich war nervös, wirklich Berge hatte ich nicht trainiert. Ich setzte mir keine Zielzeit. Ich wollte nur ankommen, heile, lebend. Ich hatte respekt vor diesem Lauf. Ich wusste, er würde einiges von mir abverlangen.

Sonntags morgens stand ich dann mit anderen im strömenden Regen am Heidelberger Schloss. Dort waren Start und Ziel. Es pladderte unablässig vom Himmel. Erst kurz vorm Start ließ der Regen nach. Um 11Uhr ertönte der Startschuss. Ich ging es langsam an. Vorsichtig. Ich wusste von mir ja, dass ich bergauf eine Katastrophe bin. Das bergaufwalken, machte ich durch schnelles berabrennen wett. Je mehr wir Läüfer nach oben kamen umso schöner wurde es um uns herum. Durch den Regen hatte sich Nebel gebildet, der zwischen den Bäumen in den Wäldern hing. Der Blick ins Tal hinunter entschädigte für die Qualen bergauf. Die Stufen der Thingstätte konnte ich noch bequem hochhüpfen, doch bereits der Weg über den weißen Stein wurde schon beschwerlich für mich. Ich schloss zu anderen Läufern in meinem Tempo auf. Wir kamen ins Gespräch. Man lernt bei solchen Läufen immer ganz interessante Leute kennen.

Meine persönliche Hölle kam beim km35. Die Himmelsleiter. Stufe für Stufe ging es den Berg rauf. Doch diese Stufen sind nicht gleichmäßig, nein sie sind unterschiedlich groß, breit und tief. Meine Taktik hieß dann, ab auf alle viere. Das Gewicht von den Beinen bekommen. Plötzlich krachte ein Läufer vor mir in die Büche. Wadenkrämpfe beutelten ihn. Ich hatte Mitleid und hielt an. Vorsichtig drückte ich gegen seine Beine, wie ich es bei Fussballspielern schon gesehen hatte. Es half, er konnte weiter laufen. 

Wir liefen zusammen die letzten Kilometer und unterhielten uns. Dabei kam heraus, dass wir nur 100 Meter von einander entfernt arbeiten. Wir halten heute noch Kontakt. Mit ihm ins Ziel zu laufen, war für mich ein Highlight. Die Zeit?... naja mit knapp 6Stunden war es grenzwertig, aber ich hatte das Ding zu ende gelaufen. Es bescherte mir aber auch den heftigsten Muskelkater in meiner Laufgeschichte.

Mein Ehrgeiz war abermals geweckt. 6Stundenbin ich gelaufen. Am Stück. Das schreit nach einer längeren Distanz, als nach einem Marathon. So entstand der erste Lauf für 2016. Und der führte mich nach Rodgau zu meinem ersten Miniultramarathon über 50km.  

19.6.17 04:18


Muddiator

Man sollte niemals nie wieder sagen...

Meine Bootcamp- Gruppe hatte es geschaft. Sie hatten mich überredet. Es ging wieder auf einen Hindernislauf. Diesmal in Mannheim. Also quasi vor der Haustür.

Strecke diesmal 8km lang, 15 Hindenisse. Ach wie knuffig, dachte ich. Es war ein recht heißer Sommertag. Mit Freunden hatte ich mich im Anschluss zum Schwimmen verabredet.  

Am Start ging es mal eben über den Zaun. Über Zäune klettern kann ich. Das lernt man, wenn man sich als Kind zu oft ausgesperrt hatte und wusste, dass die Tür zum Garten offen steht. Über schöne Feldwegen, die mein täglich Laufbrot sind ging es zur nöchsten Station. Man hatte sich reichlich was einfallen lassen. Strohballklettern, durch Reifen springen, Bällebad, Säcke schleppen, hangeln, einen Wall gleich fünfmal hochklettern und wieder runter rutschen, über Mauern und natürlich durfte eine Schlammgrube auch nicht fehlen. Beim Eintauchen in die Plörre war zumindest mir schnell klar. Reiner Schlamm war das nicht. Es roch furchtbar nach Mist. Bin ja ein Landei, ein Geruch also, den ich nur zu gut kenne. Den Endspurt bildeten ein Wasserhindernis mit anschließender Rutsche ins Ziel. So wurde man zumindest etwas sauber. Stinken tat man immer noch. Nachdem ich mit den anderen vom Bootcamp noch kurz unseren bestandenen Lauf gefeiert hatte, machte ich mich auf ins Freibad. Wie man es  von mir mittlerweile gewohnt war, mit dem Rennrad. Die Kassierin dort fiel fast vom Glauben ab, als sie mich sah. Dass sie mich in meinem Zustand überhaupt reinließ, rechne ich ihr heute noch groß an.

Sag niemals nie bzw. nie wieder... eine Bekante plante nach diesen lustigen 8km gleich den nächsten Lauf dieser Art. Doch der sollte leider kein Spaß werden.. 

19.6.17 04:03


Mannheim lernt dazu

Nachdem wir uns 2014 wie die Sardinnen in der Ölbuchse am Start fühlen durften, gab es 2015 endlich richtig viel Platz.

Man nahm zum Aufstellen einen kompletten Straßenzug und unterteilte ihn wieder in die einzelnen Zielzeiten. Viel Platz für alle Läufer. Man konnte bequem stehen, bekam genug Luft und musste bei Start keine Angst haben, lvon links und rechte Ellenbogen abzubekommen.

Ich hatte mich zu meinem zweiten Marathon in Mannheim gemeldet. Die Strecke war wieder geändert worden. Diesmal sollte es an der SAP-Arena vorbei und später über die Parkinsel gehen.

Ich war ausgeruht, entspannt und wollte wieder los. Ein paar befreundete Läufer vom Bootcamp waren diesmal für den Halbmarathon am Start. Wir trafen uns vorher, wünschten uns ein gutes Rennen und flotte Beine. Wir wussten, im Ziel sehen wir uns nicht wieder. 

Die erste Hälfte war wieder fantastisch. Super Stimmung unterwegs, der Duft der Felder, das Gejubel der Menschen, die langsam untergehende Sonne. Ich genoß es. Ich kam gut voran, die Beine und auch die Füße machten prima mit. Und sol lief ich frohen Mutes beim Einlaugen in Mannheim, geradeaus nach Ludwigshafen zur zweiten Hälfte.

Eine Bergziege bin ich eigentlich nicht. Dazu gehören allerdings auch Brücken. Ich hasse sie, seis zu Fuß oder auch auf dem Rad. Rauf gehe ich mittlerweile nur noch, runter kann ich sie rennen, das geht. Aber dadurch verliert man gerne Zeit. Trotzdem gab ich wieder mein bestes, gab zwischendurch schön Gas und freute mich beim meiner Rückkehr nach Mannheim über die zahllosen Lichter auf der Brücke, die uns den Weg zeigen sollten. Wieder ging es durch den schön beleuchteten Schlosshof Richtung Ziellinie. Ich hatte trotz schwerer Beine das Gefühl geflogen zu sein. Da mir die Technik mal wieder versagt hatte, hatte ich kein Zeitgefühl. Bis ich auf die Zielgerade kam und über die letzte Zeitmatte trabte. Da sah ich nach oben zur Anzeige. Ich hatte knapp die sub. 4Stunden verfehlt. Ich war schneller als das Jahr davor, aber gar nicht mal so platt. Ich hatte mich an die Distanz gewöhnt. Mein Körper kam nun mit dieser Belastung zurecht. Und so liebäugelte ich mit der nächsten Herausforderung. Es sollte ein Trail-Lauf werden. Ich suchte mir dafür den nächstbesten in meiner Nähe raus. Vorher sollte es noch einmal richtig dreckig werden

19.6.17 03:50


Regenwetter

Ich liebe Regen beim Laufen und beim Radfahren. Das hat einen ganz einfachen Grund: Man ist hauptsächlich allein unterwegs und muss nicht noch groß auf andere aufpassen.

Es ist so: Bei gutem Wetter, angenehmen Temperaturen sind viele Leute auf den Straßen, den Rad und Waldwegen unterwegs. Schon beim Laufen nervte es mich früh, wenn ich ständig auf Hunde oder kleine Kinder aufpassen musste, damit ich nicht auf die Schnauze fallen. Ich hab nichts gegen Hunde, bin selbst Hundbesitzerin, aber ich mag trotzdem nicht von jedem Vierbeiner angesprungen werden. NEtweder ist das Tier so groß, dass es einen gleich umhaut oder aber es rennt einem ungeschickt zwischen die Beine, dass man deshalb stürzt.

Früh merkte ich, dass es besser ist bei Regen, Kälte oder Schnee laufen zu gehen. Leere Wege und absolute Ruhe. Herrlich. Als ich dann aufs Rennrad stieg, war mein erster Gedanke an einem warmen Frühlingtag: Oh Gott, was ist denn hier los? Ich war nur noch am bremsen, anhalten und wieder losfahren. Immer ein Auge auf Hunde und Kinder zu haben, da weder Besitzer noch Eltern es tun. Das ein ums andere Mal hatte ich plötzlich einen Knirps mit Dreirad oder eine ewig lange Hundeleine im Weg. Bremsen, ausweichen und Stürzen gehört für mich jeden Sommer dazu. Immer wieder hilft nur noch in Jan- ullrich- Manier in den Acker zu fahren um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Sobald aber die ersten Regentropfen vom Himmel fallen, der Wind kräftiger wird oder es mal eben unter 0°C hat sind die Wege leer. Man hat Platz, kann auch mal Gas geben und auch mal die Fahrt und die Natur drum herum genießen.

Am härtesten sind mittlerweile wirklich die Eltern.  Entweder ist der Nachwuchs vor oder hinter ihnen. Sind sie selbst auf dem Rad oder gar Inlinern unterwegs sind sie meist ziemlich mit sich selbst beschäftigt. Da noch ein Kind mit zu koordinieren funktioniert nur bedingt. Kinder mit Dreirädern oder noch ganz frisch auf dem Zweirad wechseln so schnell von links nach recht oder bremsen apprupt ab, dass es schon an ein Wunder grenzt, dass ich noch keins über den Haufen gefahren hab.

Den größten Hammer hat sich mal eine Mutter mit Spross erlaubt. Ich war auf dem Weg zur Arbeit, als sie mir mit ihrem Knirps entgegen kam. Der Kleine voraus, ca.3-4 Jahre alt. Noch recht wackelig auf seinem Zweirad unterwegs. Ich sah zur Mutter. Die war selbst auf dem Rad unterwegs. Doch statt nach ihrem Junior zu gucken, tippte sie munter auf ihrem Handy rum.  Das Ende vom Lied war: Junior wollte mir noch ausweichen und legte sich dabei auf die Nase, sie sah ihr eigenes Kind zu spät, krachte ins Kinderrad und stürzte. Ich schüttel immer noch den Kopf darüber. Für so etwas hab ich kein Verständnis.

19.6.17 03:34


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